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Still, ernst, und immer bereit den letzten Schritt zu gehen. Damian genannt Ian Blackmoon ist kein Mann, dem man leichtsinnig den Rücken zudrehen sollte. Er spricht selten, und wenn er es tut, dann direkt und ohne Rücksicht darauf, ob es einem gefällt oder nicht. Worte sind für ihn nur Werkzeuge – ungenau und schwach. Taten hingegen zählen. Seine Narben und Runen sprechen ohnehin eine deutlichere Sprache als alles, was er jemals sagen könnte.
Irgendwas an ihm zieht Menschen und Nephilim an, wie Motten das Licht. Vielleicht sind es die grünbraunen Augen, in denen man glaubt, ein Echo von Schmerz und Zorn zu sehen. Vielleicht ist es die Art, wie er sich bewegt – geschmeidig, kontrolliert, wie ein Raubtier welches immer auf der Jagd ist. Doch man täuscht sich leicht: Nähe bedeutet für ihn Gefahr und Ian hat keine Zeit für Personen, die ihm im Weg stehen oder schlimmer noch, versuchen, ihn zu verstehen.
Er hat alles verloren, was ihm wichtig war und glaubt nicht, dass da noch irgendetwas ist das ihn retten könnte. Familie? Tot. Freunde? Tot. Liebe? Tot, noch bevor sie überhaupt eine Chance hatte. Man sagt, er sei mutig, doch die Wahrheit ist, dass Ian nichts mehr zu verlieren hat. Angst? Kennt er nicht. Schmerz? Sein ständiger Begleiter. Der Tod? Ein alter Bekannter, den er in jedem Kampf herausfordert – und der ihn bisher jedes Mal verschont hat. Außer das eine Mal. Und selbst da haben die Engel ihm keinen Frieden gegeben und ihn erneut in den Kampf geschickt.
Ian ist impulsiv, waghalsig und zerstörerisch – vor allem gegenüber sich selbst. Er stürzt sich in den Kampf, als wäre es das Einzige, wofür er geschaffen wurde, und vielleicht stimmt das auch. Ein Schattenjäger funktioniert, er lebt nicht. Und das ist alles, was Ian je tun wollte: funktionieren, beschützen, kämpfen. Der Rest ist bedeutungslos.
Wenn man ihm begegnet, spart man sich die Nettigkeiten. Mitleid? Zeigt man ihm besser nicht. Er braucht keinen Retter! Sein Motto? „Fürchte nicht den Tod. Fürchte ein Leben, das dir nichts bedeutet.“