Willkommen im Shadow World, schön, dass du zu uns gefunden hast! Du hast somit die Grenze der Schattenwelt überquert. Wir sind ein Mortal Instruments basierendes Forum, welches seit dem Jahr 2013 besteht und Inplay im Jahr 2017 und 10 Jahre nach einem Krieg mit Dämonen spielt. Die Welt ist nahezu zerstört, somit bist du ein wichtiger Teil, um diese Welt wieder aufzubauen. Unser RPG ist ab 16 Jahren und hat eine MPL von 1500 Zeichen.
Wir spielen hier nach einem etwas anderem System. Dieses Forum ist ein Gemeinschaftsprojekt, somit entscheidet die ganze Userschaft mit dem Team wie die Geschichte sich verändert. Ein Team gibt es also in dem Sinne wie ihr es kennt nicht, denn wir sind alle ein Team. Wir planen gemeinsam die Plots und die Veränderungen, also trete herein und lass deiner Fantasie freien lauf. Ideen werden abgestimmt, wo jede Stimme gleich zählt, denn wir schreiben die Geschichte gemeinsam!
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Spieljahr 2017 Wir beginnen Anfang 2017. Es ist noch nicht lange her, dass Lilith besiegt wurde und somit die Dämonen geschwächt wurden. Denn wer getötet wird, bleibt tot und es gibt keine Mutter der Dämonen die neue erschaffen kann. Dennoch sind in den Sperrgebieten Tore zu Edom offen, wo unendlich viele Dämonen ihren Weg in unsere Welt finden. Dies gilt es momentan mit vereinten Kräften zu schließen und die Dämonen zurück zu befördern. Dies ist kein leichtes und sehr gefährliches Unterfangen. Während ein Teil von Europa nahezu unversehrt geblieben ist, liegt der Rest in Schutt und Asche. Jeder hat seine Aufgabe, welche hast du?
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Risen From The Dead
Szenen-Informationen
Charaktere Nathaniel Ravenscar » Jayden Blackfeather
Datum 12 Januar 2017
Ort Straßen Roms
Tageszeit 22:30 Uhr
#1
Das waren keine verdammten Pancakes! Das war Brot! Nate kannte nicht viele Momenten in denen er irgendwie mies drauf war und nicht in Lebensgefahr schwebte. Der Moment jetzt war jedoch einer davon. Eigentlich hätte er zufrieden sein sollen, damit das die meisten von Ihnen heil aus Edom zurück gekommen waren, dem Ort den man definitiv als Hölle bezeichnen konnte. Aber das war eben nur die Oberfläche. Sie hatten ein paar Leute verloren, Chris, der Parabatai von Faye war zurück geblieben und seine Frau fühlte durch die Miles Caelestis Sache scheinbar den Schmerz ihres Freundes. Das waren verdammt nochmal keine guten Informationen, ganz davon ab, dass Niemand so wirklich zu wissen schien, wie man Faye helfen könnte. Naja doch: Chris da raus holen. Das Problem war, das man nicht mal eben gerade in eine Höllendimension abtauchte, bei den Dämonen anklopfte und lieb fragte, ob man mal eben den Freund abholen konnte. So einfach war das Ganze eben doch nicht. Sie mussten Kräfte sammeln für dieses Vorhaben und Nate wusste das er lange nicht mehr dazu fähig war Faye zu bremsen. Seine Frau war für den Kampf geboren. Nun, das war er auch, aber Nate hatte noch ein wenig etwas übrig für das was vom Leben eben übrig blieb. Gutes Essen, gute Gespräche, gute Momente. Und genau in diesem Moment sehnte er sich umso mehr nach einem solchen Moment. Hätte es New York noch gegeben, verdammt, er wäre durch das nächste Portal dorthin und hätte sich ein Spiel der Knicks angesehen oder eine Runde Poolbillard gespielt, er wäre den Highway mit einem Wagen hinunter oder er hätte einen verdammten Burger in seinem Lieblingsdiner gegessen. Nate entsann sich an die Zeit in der er mit Jay, seinem besten Freund und Avery dort gesessen und irgendwelche Gespräche geführt hatte, die ziemlich bescheuerter Natur waren. Sie hatten oftmals nur zum Spaß gewettet und Avery hatte die Augen gerollt. Das war alles längst vergangen. Seine Freunde tot und New York zerstört.

Nachdem bereits letzten Abend seine Frau wieder zum Training aufgebrochen war und Nate wusste das er sie nicht zurück halten konnte, hatte er sich in dem großen Anwesen, das er dort geerbt hatte in sein Zimmer zurück gezogen und die Decke angestarrt, als wäre er 14 Jahre alt und hätte Hausarrest aufgebrummt bekommen. Das war ihm irgendwann aber doch leidig und heute hatte er schlussendlich entschieden, das er flüchten würde. Flüchten aus Alicante, aus Idris, zurück in die irdische Welt. Bewaffnet mit seiner Armbrust, gekleidet in Lederhose, Boots und Lederjacke, war wohl ganz von den Runen, die hier und da hervor blitzten deutlich zu sehen wer er war und was er vor hatte: Kämpfen. Gegen ein paar Dämonen an Roms Grenze, weil dort immer mal wieder welche durch kamen. Rom war mittleres Gebiet. Nicht sicher genug um sich gänzlich dort wohl zu fühlen aber auch nicht unsicher genug um gleich Hopps zu gehen. Nicht so wie New York. Doch in Rom war es ruhig geblieben und schlussendlich hatte Nathaniel sich durch das was von der Stadt noch übrig oder neu aufgebaut worden war, bewegt und hatte schlussendlich diesen Laden gefunden, der etwas von Pancakes sagte. Pancakes. Nathaniel liebte Pancakes. Das war allgemein bekannt und nie anders gewesen. In seinem Lieblingsdiner hatte es zum Frühstück Pancakes mit Karamellsirup oder Schokoladensirup gegeben, mit etwas Butter. Würde er nicht ständig trainieren, wäre er wohl damals schon kugelrund geworden. Heute waren Pancakes Mangelware, wenn man sie nicht selbst machte und die letzten waren schon viel zu lange her.

In freudiger Erwartung hatte er sich also nieder gelassen und schlussendlich war er mit etwas konfrontiert worden, das keine Ähnlichkeit mit den tollen Backwerken zu tun hatte. Nate hatte es auch probiert - hätte ja auch was Gutes sein können - und war enttäuscht worden wie schon lange nicht mehr. Und irgendwie war dann alles wieder hoch gekommen: Seine Frau, die er nicht retten konnte, überhaupt alle Leute, die er nicht retten konnte. Und was wenn sie Fayes Parabatai nicht retten könnten? Was wenn sie Chris verlören? Was würde das mit Faye anstellen? Nathaniel schüttelte den Kopf, schritt ohne wirklich auf seinen Weg zu achten weiter voraus und stieß schlussendlich gegen ein Mann. "Hey, beim Erzengel pass doch auf!" drang es über die Lippen des Himmelskriegers und sah auf. Was er sah war ein junger Mann mit bräunlichem Haar, der abwehrend die Hände hob, was sagen wollte, dann aber aufgrund der Armbrust an Nates Rücken, es sich wohl anders überlegte und ging. Nate verzog das Gesicht leicht, ehe er etwas im Augenwinkel erhaschte und sachte den Blick dort hinüber lenkte. Was er sah... konnte nicht wahr sein! "Jay..." flüsterte Nate, ganz so als hätte er den Namen gestern erst gesagt. Der Nephilim lief jedoch um die Ecke und verschwand somit aus seinem Sichtfeld. Nate blinzelte leicht. Drehte er schon durch? Jay war tot, verdammt! Er hatte gesehen wie er unter Geröll vergraben worden war und er hatte nicht mehr an ihn heran gekonnt. Sowas konnte nicht.. und wenn er wieder da war? Ein Himmelskrieger wie er? Hätte Jay das nicht ebenfalls verdient?

Ein Ruck ging durch den Miles Caelestis und im nächsten Moment schon rannte er los. Er musste wissen was er da gesehen hatte. Also lief er um die Ecke, dort wo eine Sackgasse war und blickte auf die Gestalt, die dort im Zwiellicht stand. War er verrückt geworden? "Hey!" stieß er aus, während er den Rücken des Mannes anblickte, der dort regungslos stand und sich vielleicht vor seinen Augen einfach nur in Luft auflösen würde.
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#2
Es hatte wirklich lange gebraucht, bis er sich sicher genug fühlte, durch belebte Straßen zu gehen. Nicht, dass er Angst hatte angegriffen zu werden. Er hatte viel mehr Angst die Kontrolle zu verlieren. Mittlerweile war es nicht mehr so schwierig. Jay hatte gelernt, seine Gedanken zu beschäftigen und sich auf anderes zu konzentrieren als den Geruch oder das Pulsieren von Blut. Sogar offene Wunden waren meistens kein allzu großes Problem mehr. Meistens. Nicht immer. Aber daran arbeitete er noch. Kayla half ihm, nicht immer in der Art wie er das gerne hätte. Es kam durchaus vor, dass sie ihm absichtlich mal einen blutenden Finger unter die Nase hielt, um ihn ‘auf Extremsituationen vorzubereiten’, wie sie es so schön ausdrückte. Die Frau verstand einfach nicht, dass der Schuss durchaus nach hinten losgehen konnte. Aber immer wenn er ihr das sagte verdrehte sie die Augen und meinte, sie wäre ihm viel zu wichtig als dass er sie töten würde. Das.. stimmte, verdammt! Aber trotzdem. Was, wenn er mal nicht stoppen konnte?

Jay presste die Lippen zusammen. Genau von einer solchen Situation war er quasi davon gelaufen. Nicht, dass er das so zugeben würde. Er hatte offiziell natürlich noch was zu erledigen gehabt. Auch wenn er ihr nicht hatte sagen können, was genau. Weil es natürlich nichts zu erledigen gab. Außer durch die Straßen Roms zu ziehen und zu hoffen, dass er etwas finden würde, was ihn ablenkte.
Genau das fand er dann auch. Nur, dass er sich direkt wünschte, er hätte es nicht gefunden. Das war Nate. Eindeutig. Jay gefror mitten in der Bewegung, während er beobachtete, wie sein bester Freund mit einem Fremden quasi zusammenstieß. Nur einen Augenblick, dann wandte der Vampir sich um und verschwand in der nächsten Gasse. Scheiße! Verdammter Mist! So oft hatte er schon Kontakt zu Nate aufnehmen wollen. Und so oft hatte er irgendwas gefunden, was dann wichtiger gewesen war. Er hatte sich zumindest eingeredet, dass es wichtiger war. Jetzt war sie da, die Chance. Zum greifen nah. Im wahrsten Sinne des Wortes - und er haute ab.

Noch um die nächste Ecke und dann blieb er stehen, um sich mit der Hand unschlüssig durch die Haare zu fahren. Er sollte wieder zurück und Nate ansprechen. Oder? Nein, dann… er wollte… er wollte das perfekt machen. Er musste sich vorher überlegen, was er sagen wollte. Nicht so spontan. Er musste… Vor Schreck zuckte er leicht zusammen, als er die bekannte Stimme hinter sich hörte. Puh, ihm wurde schlecht. Oder zumindest leicht übel. War das Angst? Vor Nate? Nein, vor der Reaktion seines Freundes. Aber jetzt abhauen ging irgendwie auch nicht mehr.
Er presste die Lippen kurz zusammen und wandte sich dann dem Nephilim zu. Das mit dem Lächeln klappte irgendwie nur so halb. “Hey”, erwiderte er dann äußerst kreativ den ‘Gruß’. Okay, das war gar nicht sooo schwer gewesen. “Wie.. ich meine…ähm..” Noch einmal fuhr seine Hand durch seine Haare. Ach Mist, spätestens jetzt würde Nate wissen, dass er mit den Nerven völlig am Ende war. Fast etwas zu hastig stopfte er seine Hände in die Hosentaschen. “Schön dich zu sehen.” Das war so.. schlecht. Oh, er könnte sich selbst schlagen, so schlecht war das.
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#3
Für einen Moment schlug Nates Herz wie verrückt. Es schlug so stark, da er das Gefühl hatte das es ihm aus dem Leib springen wollte. Letzten Endes passierte das nicht, aber er war durchweg nervös, aufgeregt und als er nun den Rücken des Mannes ansah, der warum auch immer in eine Sackgasse gerannt war, erwartete er quasi, das Dieser sich umdrehen und vollkommen anders aussehen würde. Klar, denn Jay war verdammt nochmal tot! Nate presste fest die Lippen zusammen, in den wenigen Sekunden die sich der Fremde umdrehte und die ihm wie eine verfluchte Ewigkeit vorkam bis er schlussendlich... tatsächlich in Jays Züge blickte??? Nate fragte sich gerade ob die verdammten Pancakes nicht doch irgendwie schlecht gewesen waren und er nun halluzinierte. Vielleicht hatte er auch in Edom irgend etwas abgekriegt und es wirkte erst Jetzt. Nates Defensive war nie total gut gewesen. Früher war sie miserabel. Er war besser im Angreifen, als im Verteidigen, außer es ging um Andere, eben nicht um ihn. Aufgrund dessen hatte er früher schon Vergiftungen davon getragen, zum Leidwesen von Freunden und Faye. Aber jetzt war das schon besser geworden und eine Vergiftung hätte viel früher schon ausbrechen müssen. Also doch die Pancakes?

"Hey." Definitiv die Pancakes, denn wenn man sich nach 8 Jahren wieder sah und einer von beiden verstorben war, dann sagte man nicht Hey! Naja, im Endeffekt war Nathaniel selbst verstorben. Damals hatte er Faye schützen wollen, war von einem Bolzen getroffen worden, der aus Dämonenstahl gewesen war. Ironie pur, wenn man überlegte das er selbst die Armbrust am Meisten als Fernkampfwaffe mochte. Nur war Nate eben zurück gekehrt, trug nun goldene Runen auf dem Leib, die man so aber nicht erkennen konnte, weil die Kleidung sie verdeckte. Wenn das Shirt etwas mehr Haut an der Brust zeigte, dann sah man Teile von Michaels Zeichen, das quer über seinen Körper verlief. Aber vielleicht war das bei Jay auch so. Nathaniel schickte die blauen Augen über die Gestalt des Anderen, sah wie sich sein bester Freund durch das Haar strich, so wie Nate es selbst machte, wenn er irgendwie unsicher oder nervös war. Damals in New York hatte Avery gemeint sie wären wie siamesische Zwillinge oder sowas. Zu ähnlich und zu chaotisch zusammen, dabei waren sie immer ein verdammt gutes Team gewesen. Okay, warum noch gleich sah er jetzt Jay? War er wirklich da? Nate blickte immer noch regelrecht starrend in Jays Richtung, während dieser irgendwas daher stammelte das keinen Sinn zu ergeben schien.

Die dunklen Brauen zogen sich zusammen, als er den Kopf schlussendlich leicht schief legte und sachte, ja sogar irgendwie übervorsichtig einen Schritt weiter in die Gasse tat, direkt auf Jay zu. Noch einen, noch einen. "Du..." Nate streckte die Hand aus, berührte leicht den Arm des alten Freundes nur um schlussendlich den Blick wieder gänzlich auf Jay zu legen. Da war etwas, das.... Nate schüttelte den Kopf. Jay war hier. Er stand hier vor ihm! "Du lebst!" Nate hatte keine Ahnung wie das passiert war, was Jay in den letzten Jahren getan hatte, warum er nicht wirklich groß verändert aussah, warum er hier stand und einfach so tat, als ob es ganz normal wäre das er jetzt vor ihm stand so als ob er gestern noch mit ihm auf Kneipentour gegangen wäre. War auch egal! Verdammt nochmal, es war alles vollkommen egal, denn sein bester Freund lebte! Im nächsten Moment schon ruckte der rechte Mundwinkel in die Höhe und die Arme zogen Jay in eine Umarmung hinein, ehe er sich wieder löste und seine Miene gänzlich im Gegensatz zu vorher an diesem Abend aufhellte. Kein Wunder! Sein bester Freund lebte!!! "Beim Erzengel, du lebst!" stieß er erneut aus, ehe Jay auf die Schulter klopfte. "Was machst du überhaupt hier? Bist du mit anderen unterwegs?" Nate blickte hinüber in Richtung Ausgang der Gasse. Das war die einzige logische Erklärung: Er hatte Anschluss gefunden und war mit einer Gruppe hier. Vielleicht hatte er die gesamte Zeit in Rom gekämpft und vielleicht wäre er schon viel früher gekommen, war sogar bei ihm gewesen. Nur das Nate eben nicht in Idris oder sonst wo gewesen war, sondern eben im Kampf in Edom. Kein Wunder, das sie sich nicht vorher getroffen hatten.
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#4
Genau deswegen hatte er sich vorbereiten wollen. Ihm war ja selbst klar, dass diese Begrüßung nicht die beste war. Im Gegenteil, sie landete eher unter den schlechtesten aller Zeiten. Aber was sollte er sonst machen? So tun, als wäre nichts passiert? Selbst wenn Nate bis jetzt noch nicht erkannt hatte, was Jay geworden war, er würde es merken. Wahrscheinlich noch während dieses Gesprächs. Trotzdem war er gerade relativ froh, dass er eine Jacke über seinem Oberteil trug, sonst wäre wohl direkt aufgefallen, dass die Runen, die sonst auch seine Arme geziert hatten, verschwunden waren. Das gab ihm eventuell etwas Zeit. Aber Zeit wofür? Sich direkt wieder zu verabschieden? Zu erklären, was passiert war? Er tat im Endeffekt nichts von beidem und meinte relativ plump, dass es schön sei, Nate zu sehen. Noch während die Worte über seine Lippen kamen ärgerte er sich darüber. Das hätte er besser hinkriegen können.

Wie genau er es jetzt besser machen sollte wusste er aber nicht genau. Also eigentlich gar nicht. Auf der einen Seite wollte er seinen besten Freund in die Arme ziehen, auf der anderen Seite… würde Nate dann sicher merken, dass etwas nicht stimmte. Jay blieb stehen und beobachtete, wie Nate näher kam, umfähig sich zu bewegen. Sein Blick folgte der Hand des anderen, die seinen Arm berührte. Er lebte. Ja. Mehr oder weniger. “Ja.. ich.. ähm…” Nope, es kam nicht über seine Lippen. Er konnte es nicht aussprechen und hoffte irgendwie darauf, dass Nate einfach nicht nachfragte. Was totaler Irrsinn wäre. Jeder würde nachfragen, oder? Außerdem verdiente Nate die Wahrheit, nur… puh. Nein. Nicht jetzt. Jetzt freute er sich doch erst wirklich, seinen besten Freund wiederzusehen. Es war nur ein kurzes Zögern, dann erwiderte er die Umarmung und hatte das Gefühl, wieder Zuhause zu sein. In gewisser Weise. Verdammt, wie sehr hatte er Nate vermisst!

Aber dann kamen doch die Fragen, aber wenigstens welche, die er sogar beantworten konnte - solange er ein paar Details ausließ. “Ich helfe den Evakuierungsgruppen”, erklärte er und machte eine vage Handbewegung in Richtung des Portals. Kurz überlegte er, ob er Kayla erwähnen sollte, aber Nate würde sie sicher kennenlernen wollen und die würde bestimmt direkt ausplappern, dass er ein Vampir war. Aber konnte Nate das nicht schon sehen? Jays Blick blieb nachdenklich an Nate hängen, bevor er sich räusperte und sich gerade so davon abhalten konnte, sich ein weiteres Mal durch die Haare zu fahren. “Was machst du hier?” Sein Blick glitt zu der Waffe auf Nates Rücken und zum ersten Mal war auf seinen Lippen wieder das altbekannte, amüsierte Grinsen zu sehen. “Ein paar Dämonen in die Schranken weisen?” Jap, sie sollten besser über so etwas reden und einfach vergessen, dass sie sich 8 Jahre nicht gesehen hatte und dass er mittlerweile ein Blutsauger war. Easy peasy.
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#5
Er konnte es nicht fassen: Jay lebte! Sein bester Freund lebte! Verdammt. Wenn er das geahnt hätte. Jay musste die Hölle durchgestanden haben, gut das hatte Nate auch. Das hatten sie alle, aber Jay... der Jay der von Trümmern begraben worden war. Nate hatte angenommen die Trümmer hätten ihn erschlagen, er hatte angenommen er könne seinem Freund nicht mehr helfen, dabei hatte er es versucht. Er hatte an ein paar Felsen herumgerissen nur um von den Anderen dann dazu animiert zu werden los zu lassen und mit zu kommen. Genauso wie in Edom. Faye hatte ihn wissen lassen das sie keinesfalls Chris und sie hätte retten können, das er dabei drauf gegangen wäre. War dem so? Vermutlich. Er war ein Himmelskrieger, damit durchaus stärker und schneller. Er konnte mit Feuer spielen, es formen und kontrollieren. Aber er war nicht unsterblich. Er konnte nach wie vor vernichtet werden, so wie sie alle vernichtet werden konnten. Er hätte damals sterben können, was dann? Wäre er ebenfalls als Himmelskrieger wieder gekehrt?

Ganz egal, ganz gleich was war, es war viel wichtiger im Hier und Jetzt zu sein. Es war wichtiger zu wissen das Jay noch da war. Und sich zu freuen und das tat er. Irgendwie. Nate freute sich, weil er wusste das er dann weniger Schuld hatte, als noch zuvor angenommen und weil er ihn vermisst hatte. Es tat gut ihn in die Arme zu schließen und es tat gut seine Stimme zu hören. "Evakuierungstruppen hm?" fragte er nach und sah wie Jay schlussendlich auf die Waffe blickte die an seinem Rücken befestigt war. Ein Grinsen glitt über Nathaniels Züge als Jay ihn fragte ob er Dämonen in die Schranken weißen wöllte. "Nein, mehr so..." Nate überlegte kurz, schlussendlich öffnete er aber sichtbar seine Hand und eine Flame tanzte in seiner Handfläche herum, ehe er Selbige wieder schloss und die Flamme verlosch. Die blauen Augen sahen zurück zu seinem besten Freund. "Du hast so viel verpasst, Jay-Jay." Das hatte Nate öfter gesagt, einfach um Jay etwas zu ärgern. Wieder ein Schmunzeln. "Komm ich lad dich zu einem Drink ein!" Und mit diesen Worten legte der Miles Caelestis einfach den Arm um Jayden und drängte ihn somit raus aus der Gasse hinüber in Richtung einer Bar, die zumindest ein wenig so aussah wie die Bars, in denen sie früher rumgeblödelt, getrunken und Wetten abgeschlossen hatten. Er vermisste diese Zeiten. Er wünschte wirklich er könnte die Zeit zurück drehen.

Damals hatten sie Sport im Tv gesehen, sie hatten über Autos gesprochen, über die Ausbildung, ihre Kämpfe. Irgendwie fehlte ihm das. Es fehlte ihm, weil Nate wusste das Jayden ähnlich wie er tickte. Er nahm sich selbst nicht zu Ernst, hatte einen Sinn für das Irdische, war keiner von den Schattenjägern die ihr ganzes Leben lang immer in Idris gelebt hatten. Verdammt, früher hatten sie Idris blöd gefunden. Irgendwann hatte sich Nate daran gewöhnt und heute wohnte er sogar in der Schattenjägerwelt. Nicht zuletzt weil Faye schuld war, weil sie ihm die schönen Seiten dieser Welt gezeigt hatte und weil es keinen Jayden mehr gegeben hatte. Heute war es ohnehin unwichtig, denn New York war zerstört. Die USA, die Welt war zerstört und es gab nur noch wenig Orte wo man wirklich halbwegs leben konnte. Idris war dabei wohl noch der Sicherste.
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#6
Jay hatte sich selbst so sehr in seine Angst, dass Nate herausfinden könnte was er nun war verstrickt, dass ihm nur langsam bewusst wurde, dass sein bester Freund wirklich vor ihm stand. Es dauerte trotzdem etwas, bis die Panik langsam aber sicher durch Freude ersetzt wurde, auch wenn ein bitterer Beigeschmack blieb. Der etwas komische - sehr komisch - Moment war schließlich vorbei und der Vampir konnte zumindest etwas preisgeben, was die Wahrheit war, ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Ja, er half den Evakuierungstruppen. "Ja, sie können immer wieder mal Hilfe gebrauchen." Er selbst konnte so zumindest etwas Gutes tun und nicht nur Überlebenden helfen, sondern auch direkt ein paar Dämonen oder ähnliches Gesöcks in die ewigen Jagdgründe schicken. Es tat wirklich gut, eine Aufgabe zu haben und nicht mehr ziellos durch die Gegend zu streifen.

Das amüsierte Grinsen wich augenscheinlicher Überraschung, während er auf die Flamme starrte, die munter über Nates Hand tanzte. Da überging er sogar ganz großzügig das 'Jay-Jay'. Genauso wie er vergaß in Panik zu geraten, als er auf einen Drink eingeladen wurde. Immer noch perplex ließ er sich mitziehen. "Das war Feuer, Nate", stellte er mit herausragender Logik fest. "Auf deiner Hand." Anscheinend musste er es echt laut aussprechen, um es zu realisieren.
Eine Bar war recht schnell erreicht und da stand er schon vor dem Problem, was er denn überhaupt trinken würde. Er konnte ja schlecht sagen, dass er ein Glas frisch gezapftes Blut nehmen würde. Also nahm er das Gleiche wie Nate und hoffte einfach, dass er sich nicht direkt übergeben musste. Oder war das nur bei Essen der Fall? Er hatte da wirklich schon lange nicht mehr drüber nachdenken müssen, weil er einfach nie was anderes als Blut zu sich genommen hatte in den letzten Jahren.

Erst als er dann ein Glas vor sich stehen hatte, an dem er sich etwas festhalten konnte, kam er zurück zu dem, was er eben gesehen hatte. "Gibt es eine neue Rune für so etwas?" Aber er hatte auch nicht gesehen, dass Nate eine aktiviert hätte. Aber das bedeutete ja nicht unbedingt etwas. Sein bester Freund hatte recht - er hatte ziemlich viel verpasst. 8 Jahre, um genau zu sein. Hatte Nate bei ihm was verpasst? Bis auf die Tatsache, dass er nun untot durch die Gegend lief und versuchte, niemanden auszusaugen? Das war nicht gerade etwas, worüber Jay reden wollte, also... hatte Nate offiziell gar nicht so viel verpasst.
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#7
Es tat so gut wieder mit Jayden vereint zu sein. Es tat so gut zu wissen, das sein bester Freund noch lebte. Irgendwie gab es auch Hoffnung, jene Hoffnung das nicht alles verloren war und das irgendwie doch alles wieder gut werden könnte. Ja, es gab Hoffnung das sie nicht früher oder später alle sterben würden und sich nur Zeit erkauften, indem sie unmögliche Kämpfe ausfochten und gerade so überlebten. Ja, sie hatten Lilith getötet aber dort draußen gab es noch so viele Ungetüme und Dämonenfürsten, das Nate ziemlich sicher war das die Gefahr nie gänzlich gebannt wäre. Nate nickte zu Jays Worten. Es war gut das er den Evakuierungstruppen half. Er selbst hätte das wohl auch getan, wenn sich die Dinge nicht anders entwickelt hätten. Es war eine gute Aufgabe, es war richtig und somit blickte Nathaniel anerkennend zu seinem besten Freund, ehe er ihm die Flamme zeigte und damit offen preis gab, was er war.

"Das war Feuer, Nate"..."Auf deiner Hand." Hatte Jay noch nie von den Miles Caelestis gehört? Kurz hatte der Ravenscar ja sogar vermutet das Jay selbst einer sein könnte, immerhin überlebte man dieses unter Geröll vergraben sein nicht so einfach ohne langfristige Schäden. Jay war verblüfft und Nate grinste nur indem er den rechten Mundwinkel in die Höhe ruckte, ehe er den Arm um Jayden legte und ihn mit sich aus der Gasse schob. Der Weg führte ihn schlussendlich in eine Kneipe wo er für beide Bier bestellte, fast so wie früher. Dabei hatte Nathaniel schon ewig kein Bier mehr getrunken, aber das war egal. Vollkommen egal, denn sie hatten etwas zu feiern. Nach 8 Jahren sahen sie sich endlich endlich wieder!

Kaum das er sich auf einem Stuhl nieder gelassen hatte und Jay es ihm gleich tat, sah Nate seinen besten Freund wieder an. Er war ganz schön blass.. oder lag das an der Beleuchtung? "Gibt es eine neue Rune für so etwas?" Für was? Für einen Moment ruckten die Brauen des Himmelskriegers in die Höhe, ehe ihm einfiel, worauf Jay abzielte und er amüsiert schmunzelte. "Nein, ich bin ein Himmelskrieger, Jay. Ein Miles Caelestis." ließ er vernehmen und blickte Jay abwartend an, doch gänzlich viel schien sich in dessen Miene nicht abzuspielen, das darauf schließen ließ, das er voll den Durchblick bei dem Thema hatte. "Ein Himmelskrieger ist ein Nephilim mit viel Engelsblut in den Adern und besonderen Fähigkeiten. Man kämpft, man stirbt, man wird von einem der Erzengel wieder in den Kampf zurück geschickt." Wow, in diesem Moment wurde Nate bewusst was er da gesagt hatte, denn es sagte im Endeffekt aus, dass er selbst gestorben war. War ja auch so. Nate überging das Thema jedoch. "Faye wurde als erstes von Michael ausgewählt, ich etwas später. Naja und die Fähigkeiten eines Kriegers des Michaels sind, das wir verdammt gut kämpfen können ohne allzu viele Runen zu benötigen und eben das Feuer. Ich kann es erschaffen, ich kann es steuern und es tut mir nichts." erklärte Nathaniel und umfasste sein Glas Bier. "Für einen Moment hatte ich gedacht, dir wäre das selbe passiert. Ich meine... von Geröll begraben werden, das überlebt man nur mit sehr viel Glück." war zumindest Nates Meinung dazu.
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#8
Jay versuchte wirklich, sich zu entspannen. Ein sehr großer Teil in ihm wollte sich einfach nur freuen, dass er auf Nate gestoßen war. Es tat verdammt gut, seinen besten Freund zu sehen. Nur irgendwie hätte er sich da lieber drauf vorbereitet und sich… keine Ahnung. Eine glaubhafte Geschichte zusammengereimt. Oder auch nicht. Weil er Nate ja eigentlich auch nicht anlügen wollte. Aber das Problem konnte er zumindest für den Moment vergessen, als Nate ihm das Feuer zeigte. Wie genau der Nephilim das hinbekommen hatte, konnte Jay zwar nicht sagen, aber Nate würde ihm das sicher gleich erklären. Bei einem Bier, welches auch kurz darauf vor ihnen stand. Der Vampir griff nach dem Glas und hielt sich mehr oder weniger daran fest. Er konzentrierte sich auf die Unterhaltung und den Geruch des Bieres, um alles andere mehr oder weniger ausblenden zu können.

Miles Caelestis. Sollte ihm das etwas sagen? Jays Blick wurde aber eher noch fragender. Nope, sagte ihm nichts. Vermutlich etwas, was Schattenjäger wissen sollten, aber da er die Gespräche mit denen eher auf ein Minimum reduziert hatte, war er da wirklich nicht so auf dem Laufenden. Die Erklärung folgte dann aber sofort, wobei Jays Gedanken bei einer miiiinimialen Kleinigkeit festhingen. “Du bist gestorben?”, fragte er nach und merkte selbst, dass seine Stimme nicht so ganz mitspielen wollte, weswegen er sich auch direkt leicht räusperte. “Faye und du, ihr seid beide gestorben?” Wenn Faye zuerst gewählt worden war, dann war sie wohl noch früher gestorben als Nate. Sein Blick glitt zu dem Glas. “Ich habe wohl wirklich einiges verpasst, hm?” Wobei sie nun sogar in gewisser Weise etwas gemein hatten. Sie waren beide gestorben und wieder gekommen, in anderer Form als zuvor. Nate - und Faye - als noch stärkere Himmelskrieger und er als… Monster. Great.

Auch wenn Nate nicht direkt nachgefragt hatte, schuldete er ihm wohl trotzdem eine Erklärung. “Ich… ähm… ich wurde rausgeholt, aus dem Geröll.” Soweit so wahr. “Eine Gruppe Vampire hat mich gefunden und wollte mich zu ihrem Schoßhündchen machen.” Was auch nicht gelogen war. Hey, er könnte wirklich alles erzählen, wenn er nur den großen Teil ausließ, dass er ebenfalls gestorben war. Und als Vampir zurückgekommen. War ja auch nebensächlich…
“Nur hatte ich da ein ziemlich starkes Nein-Gefühl und ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.” Es zuckte sogar kurz etwas zufrieden um seine Mundwinkel. Dass er kurz nach seiner Wandlung einige Unschuldige getötet hatte, weil er sich selbst nicht hatte kontrollieren können, ließ er aus. Auch wenn seine Hand sich etwas stärker um das Glas Bier schloss - welches er im Übrigen immer noch anstarrte. Weil er es nicht schaffte, Nate anzusehen. “Ich bin dann nach ein paar Jahren hier gelandet und habe beschlossen, den Evakuierungsgruppen zu helfen.” Was eine ziemlich kurze Zusammenfassung der letzten 8 Jahre war.

Er räusperte sich und sah nun doch wieder zu Nate auf. “Lass uns über was schöneres reden.” Das leichte Grinsen fand irgendwie wieder den Weg zurück auf seine Lippen. “Du und Faye, hat das geklappt? Seid ihr zusammen?” Er hoffte es so sehr. Er wusste, wie viel Faye Nate damals bedeutet hatte und es wäre echt super zu wissen, dass Nate in all den Jahren nicht alleine gewesen war.
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#9
Fast wie früher. Da war es ein leichtes über die Blässe, über die anders anmutenden Bewegungen und all das hinweg zu sehen. Sicherlich hatte ein Teil des Himmelskriegers längst verstanden was mit Jay passiert war, aber der größte Teil von Nate wollte das nicht wahr haben. Es hätte alles zu kompliziert und zu unmöglich gemacht. Er wollte aber das das hier funktionierte. Er wollte seinen alten Kumpel wieder haben. Immer hatte er das gewollt. Verdammt in all dem Irrsinn den er erlebt hatte hatte Jay gefehlt. Die ersten paar Tage und Nächte, wenn Nate alleine gewesen war, hatte er sogar Zwiesprache mit Jay gehalten, indem Glauben, das sein bester Freund irgendwo in einem Paradies säße, im Himmel eben und seit er Miles Caelestis war, wusste er das das gar nicht so unmöglich war. Gleichsam hatte er auch mitbekommen das er Jay eben nicht gesehen hatte, ganz im Gegensatz zu seinen Eltern, seiner Familie eben. Aber die Auferstehung zu einem Himmelskrieger war eben auch besonders und ganz anders, da war es kein Wunder, das Nate nicht auf jedes kleinste Detail geachtet hatte. Irgendwann hatte Nate eben auch damit aufgehört Zwiesprache zu halten. Er hatte sich auf das Hier und Jetzt fokusiert. Einzig die Schuld war geblieben, die Schuld und Reue zu wissen, das er seinen besten Freund nicht hatte retten können, das er ihn zurück gelassen hatte.

Das hier war etwas besonderes. Es war toll mit Jay Geschichten auszutauschen und irgendwie vermutete Nathaniel das Jay die Flammen cool finden würde. Früher wäre das wohl so gewesen. Dabei überging er ein Detail, welches der Blackfeather aber leider durchaus bemerkte und aufgriff: “Du bist gestorben?” Nate hielt inne, das Lächeln fiel von seinen Zügen ab, als er Jay direkt ansah und gleich darauf etwas noch viel gewaltigeres vernahm: “Faye und du, ihr seid beide gestorben?” Nate schluckte für einen Moment, als Bilder, die er längst verdrängt und vergessen hatte in ihm wieder aufwirbelten und sich vor seinem inneren Auge abspielten. Der Tod Fayes, das Gefühl nicht mehr atmen zu können, absolute Verzweiflung und dann sein eigener Tod, wie er an seinem Blut erstickt war, gekämpft hatte nur um zu sehen wie Faye ihm mit tränendurchwirkten Augen sagte, er könne los lassen. Er hatte los gelassen und war doch froh das er zu ihr hatte zurück kehren können. Nathaniel zog die Brauen etwas zusammen, ehe er leicht nickte. Für einen Moment war er sogar gewillt zu erzählen was passiert war, doch dann wiederum spürte er das er das eigentlich gar nicht wollte. Er wollte nicht darüber reden weil es längst nicht mehr wichtig war. Das Vergangene war Vergangen. Das Jetzt war wichtiger. Jay fasste zusammen, das er wohl einiges verpasst hatte und Nate gab ihm im Stillen Recht, wusste aber gleichsam das er genauso viel bei seinem besten Freund verpasst hatte. Hatte Jay eine Freundin? Jemanden den er liebte?

Und dann erzählte ihm Jay das er aus dem Geröll geholt wurde und nun war es Nate der dem Blick seines besten Freundes auswich und auf die Tischplatte blickte. Wenn Jay da heraus geholt worden war, hätte er das auch tun können. Er hatte geglaubt Jay wäre tot und da es gefährlich war, hatte man ihn von dort weg gerissen, so wie zuletzt bei Faye. Zwar hatte er seine Frau zurück geholt, aber zu welchem Preis? Faye war seither krank und er wusste nicht was er tun sollte um ihr zu helfen. Es ergab keinen Sinn und hätte vielleicht verhindert werden können. Als Jay schlussendlich auf die Vampire zu sprechen kam, lenkte der Blick aus blauen Augen wieder zurück in die Züge seines Freundes. Die Mimik des Ravenscars verhärtete sich, als er Jay ansah und schlussendlich die Hand auf dem Tisch zur Faust ballte. "Verdammte Blutegel." stieß er dumpf, ja irgendwie hasserfüllt aus. Kein Wunder. Jene Vampire, die Jay aus dem Geröll geholt haben mussten, mussten jene sein die seinen Vater auf dem Gewissen hatten, jene Vampire die so viele von ihnen geholt hatten und die auch aus Nate einen Schoßhund hatten machen wollen, nur hatte Faye und auch Jay das verhindert, weil sie ihm im Kampf -in den er blindlings hinein gelaufen wäre - unterstützt hatten. Im Verlaufe dieser Kamikazeaktion hatte er auch erfahren das die Anführerin der Vampire ebenso seine Mutter und Fayes Familie auf dem Gewissen hatte. Kein Wunder also das er Vampire hasste. Gut das Jay da raus gekommen war. Gut, das er hier saß und noch lebte!

Nate hing diesem Gedanken noch eine Weile nach, ehe sein Gegenüber schließlich etwas Schöneres ansprechen wollte: Faye und er. Nathaniel blinzelte leicht, sah wieder seinen Kumpel an und zog leicht die Brauen in die Höhe. "Also das..." machte er es für den Moment spannend und fügte schließlich hinzu: "... nun Miss Faye Whitelaw ist nun seit geraumer Weile eine Misses Ravenscar." Und schon ruckte der rechte Mundwinkel Nates in die Höhe und die Augen funkelten auf diese bestimmte Weise. Ja, er liebte Faye. Er liebte sie über alles und auch wenn das der ein oder andere nicht verstehen wollte weil sie eben eigen war, so war das Nate vollkommen egal. "Die Hochzeit war ziemlich chaotisch, aber am Ende doch schön. Du hättest dabei sein sollen." und das meinte er so, was wohl auch deutlich wurde, als Nathaniel die Hand ausstreckte und Jay leicht auf die Schulter klopfte. Früher hatte Nate gedacht, das wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten würde, das er heiraten könnte, das er dann Jay als Trauzeuge haben würde. Natürlich, wen auch sonst? Am Ende war es Chris Ashdown geworden, der Parabatai Fayes und ein ebenso mittlerweile guter Freund. Nicht die schlechteste Entscheidung aber eben eine andere als jene die er ursprünglich gehabt hatte. "Und was ist mit dir? Gibt es eine Frau, die...?" Nathaniel sprach nicht weiter, denn für den Blackfeather musste klar sein worauf sein bester Freund hinaus wollte. Gab es eine Frau, die ihn gezähmt hatte, die ihn für sich hatte vereinnahmen können? Jay war schließlich nicht unbedingt ein Kind von Traurigkeit gewesen.
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#10
Jay merkte, wie er sich mehr und mehr entspannte. Irgendwie schaffte Nate es, dass er sich selbst für den Moment gar nicht mehr so schuldig fühlte, wie er war. Es fühlte sich mehr so an, als wären die letzten 8 Jahre nur ein Traum gewesen und sein bester Freund und er saßen zusammen und nichts hatte sich geändert. Auch wenn sich so vieles geändert hatte. Nicht nur bei ihm, wie er dann merkte. Nate war gestorben und noch stärker zurückgekommen. Jay war all die Zeit davon ausgegangen, dass Nate lebte - was anderes wollte er auch gar nicht denken. Was, wenn Nate nicht zum Miles Celestis geworden wäre? Wenn er nun tot wäre? Jay hätte es nicht einmal mitbekommen…
Der Vampir senkte den Blick und versuchte, sich nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Sie sollten feiern, dass sie sich gefunden hatten. Dass sie zusammen hier saßen. Es folgte keine Erklärung und Jay hakte nicht nach. Niemand würde wohl über den eigenen Tod reden wollen oder über den eines geliebten Menschen.

Also versuchte er seine Geschichte zu erzählen, ohne dabei offen zu sagen, was er war. Als Himmelskrieger sollte Nate das eigentlich auch schon längst erkannt haben, aber sein bester Freund sagte nichts. Also… sagte Jay auch nichts. Gewisse Dinge totschweigen konnten sie eben beide auch recht gut, wenn sie denn wollten. Trotzdem merkte er, wie es sich in ihm leicht zusammenzog, als er den Hass in Nates Stimme hörte. Er konnte es verstehen. Doch in gewisser Weise sagte es eben auch aus, dass Nate ihn hasste. Das, was er war. “Ja, verdammte Blutegel”, wiederholte er Nates Worte und nahm einen Schluck Bier. “Sie haben sich den falschen ausgesucht. Von denen wird es keine Probleme mehr geben.” Was Nate hoffentlich etwas beruhigte. Blieb nur noch Jay. Der sich mal wieder fragte, ob er es überhaupt verdient hatte, hier mit Nate zu sitzen. Ein Himmelskrieger, von einem Erzengel selbst ausgewählt. Neben einem Schattenwandler, dessen Existenz eine lahme Ausrede war. Ja, er half wo er konnte, aber wäre die Welt nicht trotzdem besser, wenn er einfach in die Sonne treten würde? Aber er wusste, dass er das nur aus Selbstmitleid tun würde. Also kämpfte er weiter, Tag für Tag, auf der Suche nach… einem besseren Tag. So wie dieser hier, an dem er Nate wieder getroffen hatte. Zugegeben, die Umstände waren etwas plötzlich und Jay fühlte sich noch immer nicht komplett vorbereitet, aber er wusste, dass sein bester Freund lebte.

Genau darüber sollten sie doch auch reden! Über bessere Tage. Genau das versuchte Jay dann auch und hoffte nicht in ein Fettnäpfchen zu treten von dem er nicht wusste, dass es existierte. Was es zum Glück nicht tat. Auf Jays Gesichtszüge schlich sich ein erfreutes Grinsen und er klopfte Nate freundschaftlich auf die Schulter. “Das freut mich für dich. Für euch beide!” Er hatte das Mädchen also bekommen. Wunderbar! Das waren genau die Infos, die er gebraucht hatte, um aus den dunklen Gedanken zu kommen. “Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen”, erwiderte er auf Nates Worte, ließ sich aber nicht die Laune verderben. “Misses Ravenscar”, wiederholte er noch einmal und schüttelte immer noch grinsend leicht den Kopf. “Das sind die besten Neuigkeiten die ich seit langem gehört habe.”
Bei Jay sah es etwas anders aus. Er hatte die letzten Jahre nicht mal ansatzweise daran gedacht, so etwas wie eine Beziehung anzufangen. Weswegen er auch den Kopf schüttelte. “Du weißt doch, ich kann mich einfach nicht festlegen.” Auch wenn die Auswahl nun nicht sonderlich groß war. Was daran lag, dass Jay sie klein hielt. Quasi nonexistent. Hier und da mal ein one night stand, wenn es gefunkt hatte, aber.. das kam sehr selten vor.
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